Die biologische Uhr

Die biologische Uhr 2017-05-12T09:59:54+00:00

Die biologische Uhr

Die biologische Uhr der Frau besteht aus zwei Komponenten, der Menge der Eizellen (die sogenannte Eizellreserve) und der Qualität der Eizellen. Beides ist altersabhängig. Ab dem 35. Lebensjahr sinkt die Fruchtbarkeit.
die biologische uhr - schwangerschaft mit 40+

Sie sind beim ersten Kind schon Ende 20 oder (weit) über 30? Das entspricht der heutigen Realität. So beträgt das Alter der Erstgebärenden mittlerweile 29 Jahre – Tendenz steigend. Die Reproduktionsmedizin, Schwangerschaftsvorsorge und Geburtsmedizin haben sich inzwischen auf das zunehmende Alter von Müttern eingestellt.

Frauen bringen heute im Durchschnitt ihre Kinder zehn Jahre später zur Welt als 1970. Damals galt bereits eine 30-Jährige als späte Erstgebärende, heute ist eine Frau das erst mit 35 bis 40 Jahren.

Das Alter, in dem Frauen Kinder bekommen, verschiebt sich seit Jahren kontinuierlich nach oben. Im Schnitt sind die Mütter in Deutschland bei der Geburt eines Kindes 30,5 Jahre alt. Besonders in der Altersgruppe ab 40 beobachten die Statistiker einen sprunghaften Anstieg.

Ab dem 35. Lebensjahr nimmt Ihre Fruchtbarkeit kontinuierlich ab. Hinzu kommt, dass die Zahl der Fehlgeburten mit höherem Alter steigt.

Der Begriff „ovarielle Reserve” bezeichnet eine Momentaufnahme der Menge an Ihren noch vorhandenen Eizellen und somit Ihr verbliebenes Zeitfenster schwanger zu werden. Die ovarielle Reserve lässt sich am besten durch eine Kombination aus einem Ultraschall am Anfang Ihres Zyklus und der Bestimmung des Anti-Müller-Hormons (AMH) bestimmen.

Mit zunehmendem Alter sinkt die Menge und die Qualität der Eizellen

Die Liste der späten Mütter ist lang: Rock-Röhre Gianna Nannini, Prinzessin Caroline von Monaco oder die Schauspielerin Kim Basinger – sie alle bekamen mit weit über 40 Jahren noch ein Kind.

Ob die Schwangerschaft nun natürlich zustande gekommen ist oder mittels reproduktionstechnischer Maßnahmen (künstliche Befruchtung oder Eizellenspende), das wissen meist nur Vater und Mutter.

Bei einer Schwangerschaft jenseits des 45. Lebensjahres muss man allerdings eher von einer erfolgreich durchgeführten Eizellspende ausgehen. Für deutsche Paare ist dieses Verfahren im Ausland legal; in Deutschland allerdings inklusive einer ärztlichen Hilfestellung oder der Nennung von Kontaktdaten durch deutsche Ärzte streng verboten.