Was können Sie als Paar tun?

Was können Sie als Paar tun? 2017-05-12T09:59:12+00:00

Was können Sie als Paar tun?

Damit es bei Ihnen zu einer erfolgreichen Schwangerschaft kommt, ist es von Vorteil mit dem weiblichen Zyklus und den natürlichen Methoden vertraut zu sein. Paare sollten sich zu dem Thema Sexualität offen und ehrlich austauschen.
was können wir als Paar tun

Beleben Sie die spielerische, spontane und phantasievolle Seite Ihrer Sexualität wieder, auch außerhalb der fruchtbaren Tage. Folgende Tipps können Sie dabei unterstützen:

  • Rufen Sie sich Ihre Sexualität vor Beginn der Kinderwunschbehandlung in Erinnerung und lassen Sie sie wieder aufleben, einschließlich spielerischer Elemente außerhalb der „Routine“. Das kann auch bedeuten, neue Aspekte in die Sexualität einzuführen, seien es sinnliche Massagen oder erotische Literatur und Filme.
  • Nach einem romantischen Abendessen in einem anderen Raum als dem Schlafzimmer miteinander zu schlafen, kann Ihre Lust ungemein bereichern. Oder planen Sie einen Hotelaufenthalt ein – zwecks ungestörten sexuellen Verkehrs.
  • Vielleicht setzen Sie die Kinderwunschbehandlung auch für einige Monate aus. Machen Sie Urlaub vom Kinderwunsch. Das kann als entlastend erlebt werden.
  • Oder Sie gehen folgendermaßen vor: Es gibt zweckorientierte Sexualität: „Sex for making babys“ und „Lustorientierte Sexualität“ für die spontane, romantische und erfüllte Sexualität.
  • Vielleicht erlegen Sie sich ein „Beischlaf“-Verbot auf? Auch das kann ungemein anregend sein.

Alles ist erlaubt, was Ihnen und Ihrem Partner Spaß macht. Suchen Sie die Methode, die zu Ihnen passt!

Sicherlich kommt Ihnen das meiste des folgenden Abschnitts über Ihren Menstruationszyklus, die Eizellreifung, Ihre fruchtbaren Tage oder die Einnistung der Eizelle – bereits sehr bekannt vor. Manches kann Ihnen als Auffrischung oder als Erklärung für weitere Schritte auf dem Weg zu Ihrem Babyglück dienen.

Der Menstruationszyklus dauert ungefähr einen Monat. Der Beginn des Menstruationszyklus ist der erste Tag der Monatsblutung. Der Zyklus endet am Tag vor dem Einsetzen der Blutung. Im Verlauf eines Zyklus wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und anschließend wieder aufgebaut. Währenddessen reift im Eierstock eine Eizelle heran.

Der Zyklus wird in zwei Phasen unterteilt: Der Abschnitt vom Beginn der Menstruation bis zum Eisprung wird als Follikelphase bezeichnet. Die Phase vom Eisprung bis zum Ende des Zyklus wird als Lutealphase bezeichnet. Der Eisprung findet ungefähr in der Mitte des Zyklus statt. Im Eierstock entwickelt sich normalerweise eine Eizelle pro Zyklus. Die Eizelle braucht etwa drei Tage für die Wanderung durch den Eileiter zur Gebärmutter. In den ersten 12 bis 24 Stunden nach dem Eisprung kann die Eizelle von einem Spermium befruchtet werden. Wenn eine Befruchtung stattfindet, kann sich der Embryo in die Gebärmutterschleimhaut einnisten und eine Schwangerschaft kann beginnen.

Beispiel für den weiblichen Zyklus:

Beispiel für die Eizellenreifung und den Eisprung

Sämtliche Eizellen einer Frau werden schon vor ihrer Geburt gebildet. Die Aufgabe Ihrer Eierstöcke besteht u. a. in der Reifung von Eizellen. Als Eisprung wird die Freisetzung der unbefruchteten Eizelle aus dem Eierstock bezeichnet. Der Eisprung findet etwa zur Mitte des weiblichen Menstruationszyklus statt.

Das Zeitfenster, um die Eizelle zu befruchten, ist sehr klein. Man geht von wenigen Stunden bis hin zu einem Tag aus. Zu wissen, wann die fruchtbaren Tage sind, ist bei Ihrem Kinderwunsch unentbehrlich.

Durchschnittlich reift alle 28 Tage eine Eizelle so weit heran, dass sie sich in der Mitte des Zyklus (ca. 12. – 14. Zyklustag) aus dem Eierstock ablöst (Eisprung) und es zur Befruchtung kommen kann. Die Eizelle ist nach dem Eisprung nur etwa zwölf (bis 24) Stunden befruchtungsfähig. Die Spermien Ihres Partners können in Ihrem Körper ca. 3 Tage überleben. Da seine Samenzellen bis zu 24 Stunden benötigen, um zur Ihrer Eizelle zu gelangen, sollten Sie im Idealfall schon einen Tag vor dem Eisprung Geschlechtsverkehr haben.

Beispiel für die natürliche Befruchtung:

Die Spermien Ihres Partners gelangen über die Scheide in Ihre Gebärmutter und die Eileiter, um zur Eizelle zu gelangen. Die Eizelle wandert durch den Eileiter vom Eierstock in die Gebärmutter. Im ersten Abschnitt des Eileiters findet die Befruchtung der Eizelle statt.

Beispiel für die Implantation:

Am fünften oder sechsten Tag nach der Befruchtung der Eizelle nistet sich der Embryo in die Schleimhaut Ihrer Gebärmutter ein. Dies nennt man Implantation.

Mit Hilfe der Zyklusbeobachtung ermitteln Sie Ihre fruchtbaren Tage im Monatszyklus (dies ist für einen Zeitraum von sechs Monaten sinnvoll). An diesen Tagen sollten Sie dann Verkehr haben. Daher wird diese Methode in der Fachsprache auch als „Verkehr zum Optimum“ (VZO) bezeichnet.

Ihre fruchtbaren Tage lassen sich annährend durch Methoden ermitteln, wie z. B. der Temperatur-, der Schleimstruktur-, der Kalender-Methode oder der Selbstuntersuchung des Muttermundes. Es braucht dazu manchmal etwas Zeit und Übung! Einen Eisprungkalender finden Sie z. B. unter dem Link http://www.eltern.de/kinderwunsch/fruchtbarkeit/eisprungkalender.html

Besonders gut funktioniert die Zyklusbeobachtung mit speziellen Diagnostik-Urinstreifen, die Sie in der Apotheke oder in der Drogerie kaufen können. Hier werden im Morgenurin die Hormonwerte bestimmt und dann die fruchtbare Zeit im Zyklus angezeigt. Sämtliche Methoden machen allerdings nur Sinn, solange der Zyklus ca. vier Wochen lang ist. Deutlich längere oder kürzere Menstruationszyklen sollten vom Spezialisten abgeklärt werden.

Das Medikament bzw. der Wirkstoff Clomifen regt Ihre Eizellen zur Reifung an. Die Clomifen-Einnahme ist eine einfache und bewährte Behandlung zur Steuerung der weiblichen Fruchtbarkeit.

Clomifen-Tabletten sind meist die erste Option zur erfolgreichen Behandlung des Kinderwunsches und werden oftmals von Ihrem Gynäkologen verschrieben. Eine Clomifen-Behandlung soll 5 Tage und die Höchstdauer von 6 Behandlungszyklen nicht überschreiten.

Naturheilkundliche Verfahren verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz.

Naturheilverfahren berücksichtigen die seelische Gesundheit, die Ernährung, die Schadstoffbelastung aus der Umwelt und organische Grunderkrankungen. So führen sie häufig zu einer Besserung der seelischen und körperlichen Befindlichkeit. Es gibt positive Hinweise bei gering ausgeprägten Fruchtbarkeitstörungen, wie z. B. Zyklusunregelmäßigkeiten, Gelbkörpermangel oder leichten Einschränkungen der Spermienqualität.

Die Behandlungsansätze der Naturheilmedizin sind vielfältig. Entspannungsmethoden, wie z. B. Yoga, Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung können eine wohltuende und stressreduzierende Wirkung entfalten. Aber auch Schadstoffausleitung, Homöopathie, Chinesische Naturheilkunde, inkl. Akkupunktur, Bachblütentherapie und Übungen des Qi-Gong sind nur einige der angewandten Methoden.

Fragen Sie Ihren Arzt, Ihre Krankenkasse oder Ihre Volkshochschule nach Behandlungsmöglichkeiten bzw. Kursen.

Hier finden Sie bundesweit von der DÄGfA (Deutsche Ärztegesellschaft für Akkupunktur e. V.) geprüfte Akkupunkturärzte: http://www.daegfa.de/PatientenPortal/Home.aspx