Kostenerstattung

Kostenerstattung 2017-05-12T09:56:38+00:00

Kostenerstattung

Die Kriterien zur Bewilligung der Kostenerstattung durch Ihre Krankenversicherung sind abhängig davon, ob Sie gesetzlich versichert sind oder ob einer oder beide privat versichert sind. Darüber hinaus gibt es bei den Krankenkassenarten große Unterschiede über das Ausmaß der Kostenerstattung. Diese können Sie am besten direkt bei Ihrer Krankenkasse erfragen.
Kinderwunschbehandlung krankenkasse

Für die Kinderwunschbehandlung übernehmen gesetzliche Kassen mindestens die Hälfte der Behandlungs- und Medikamentenkosten, wenn:

• anderweitige Behandlungen erfolglos blieben

• Aussicht auf Erfolg der künstlichen Befruchtung gegeben ist

• die Versicherten verheiratet sind

• die Frau nicht älter als 40 und nicht jünger als 25 Jahre ist

• der Mann nicht älter als 50 Jahre und nicht jünger als 25 Jahre ist

• der Samen und die Eizelle von dem Ehepaar stammen

• für beide Ehepartner ein negativer HIV-Test vorliegt

• für die Frau ein ausreichender Schutz gegen eine Röteln-Infektion besteht

Folgende Leistungen werden von den gesetzlichen Kassen mindestens zur Hälfte (Behandlungs- und Medikamentenkosten) ersetzt:

• 8 Zyklen einer Insemination im Spontanzyklus

• 3 Zyklen einer Insemination mit hormoneller Stimulation

• 3 Zyklen einer IVF-/ICSI-Behandlung.

Einige Krankenkassen weichen von den gesetzlichen Vorgaben nach § 27a SGB V ab und gestatten die Kostenübernahme individuell. Einen Überblick hierüber finden Sie – ohne Gewähr auf Vollständigkeit – auf der Internetseite des Berufsverbandes Reproduktionsmedizin Bayern unter:

http://www.kinderwunsch-bayern.de/versicherung/versicherung_kosten.html

Den eigentlichen Antrag erhalten Sie direkt in Ihrem Kinderwunschzentrum, um ihn ausgefüllt bei Ihrer Krankenkasse einzureichen.

Sind Sie und Ihr Partner privat versichert, kann das „Hauptverursacher“-Prinzip gelten. Liegt die Ursache der ungewollten Kinderlosigkeit beispielsweise auf Seiten Ihres Partners, muss seine Krankenkasse die gesamten Kosten (auch Ihre Kosten) übernehmen. Die Höhe der Kostenerstattung können Sie am besten direkt bei Ihrer Krankenkasse erfragen.

Seit 2016 können nun erstmals auch Paare, die in „nichtehelicher heterosexueller Lebensgemeinschaft“ leben, für reproduktionsmedizinische Behandlungen eine finanzielle Unterstützung durch das Bundesfamilienministerium erhalten. Für die erste bis dritte Behandlung sind Zuwendungen in Höhe von bis zu 12,5 Prozent und für die vierte Behandlung in Höhe von bis zu 25 Prozent des Selbstkostenanteils vorgesehen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Paare ihren Hauptwohnsitz in einem Bundesland haben, das sich finanziell mit einem eigenem Landesförderprogramm beteiligt. Informationen erhalten Sie beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung,did=222614.html